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Zum Auftakt von Moving the Forum untersuchen drei der insgesamt zwölf künstlerischen Teams, was es bedeutet, sich dem Humboldt Forum von außen zu nähern und unter welchen Bedingungen dieser neue, vielfach umstrittene Stadtraum betreten werden kann. Audiowalks, performative Aktionen und die Politik des Spiels ermöglichen es den Projektteilnehmer:innen, sich mit den institutionellen, architektonischen und historischen Spannungen im Forum auseinanderzusetzen. Hagar Ophir beschäftigt sich in Ihrer künstlerischen Recherche mit der Behandlung ethnologischer Objekte und dem Weg, den sie zurückgelegt haben. Unter dem Titel Restless Objects hinterfragt sie außerdem die Darstellung der Abwesenheit von Objekten, und erprobt beispielhaft die Entleerung des Ausstellungsraums von seinen Objekten.
Tamar Grosz, Guilherme Morais, Marcelo Omine und Emilio Gordoa setzen sich gemeinsam mit Schüler:innen einer achten Klasse mit dem Unterlaufen von Hierarchien und Kontrollstrukturen auseinander – die Perspektive der Jugendlichen stets im Fokus. Gabriele Reuter, Marcelo Schmittner und Charlotte Virgile forschen in ihrer Arbeit Listening Bodies (Hörende Körper) zum Thema Gemeinschaft. Anhand von Zeitzeugengesprächen der letzten vierzig Jahre entwickeln sie gemeinsam mit einer Gruppe von Teilnehmenden Audio-Walks zur kontroversen Vergangenheit des Ortes. Ab dem 23. August arbeiten die Künstler:innen für 6 Wochen gemeinsam mit Bürger:innen Berlins vor Ort. Am 9. Oktober 2021 werden die Ergebnisse der künstlerischen Recherchen präsentiert – begleitet von diskursiven Veranstaltungen, die auf einen kritischen Dialog abzielen. Nähere Informationen folgen in Kürze.